06.01.2022

Musikprojekt von Ehepaar Eidner und Manuel Schmid

Frohe Botschaft für jedermann

Sie sind ein Beispiel für gelebte Ökumene: Das Ehepaar Eidner tourt gemeinsam mit Manuel Schmid von „Stern Combo Meißen“ durch die Kirchen der Region, um mit ihrer Musik Gott zu verkünden.

Das Liedermacher-Ehepaar Amadeus und Gabi Eidner bei einem ihrer Konzerte gemeinsam mit Manuel Schmid (rechts).    Fotos: Privat

 

Es begann alles mit zwei Freikarten. Das Ehepaar Gabi und Amadeus Eidner – das als Holzwurmpaar Bohra und Bohris selbst seit 2003 mit selbstgeschriebenen christlichen Singspielen tourt – besucht 2015 mit eben diesen Freikarten ein Konzert der Band „Stern Combo Meißen“ in Leipzig und wurde verzaubert. Manuel Schmid, seit 2012 Sänger und Keyboarder der Band, eröffnet den Abend a capella und beeindruckt die beiden Liedermacher aus Chemnitz so sehr, dass seine Stimme Amadeus Eidner nicht mehr ruhen lässt. Doch erst Ende 2018 kontaktiert er Schmid. Dann geht es dafür umso schneller: Die Chemie zwischen den Musikern stimmt und im August 2019 folgt die erste gemeinsame Probe im Haus der Eidners. Dabei wird die „Gunst der Stunde“ genutzt: Amadeus Eidner und Manuel Schmid schreiben ein gleichnamiges Instrumentalstück, das nun die gemeinsam produzierte CD „Es ist dieselbe Sonne“ eröffnet.

Rückkehr zu den musikalischen Wurzeln
Dass man so einfach einen neuen musikalischen Mitstreiter findet, ist nicht selbstverständlich. Vor allem, wenn man, wie die Eidners, in der eigenen Musik Wert auf eine spirituelle Dimension legt. Doch für Schmid sind Lieder mit dezidiert christlichen und gesellschaftskritischen Texten kein Neuland. „Ich bin mit neuem geistlichen Liedgut aufgewachsen“, erklärt der Katholik. Er gestaltete mit der Jugendband auch selbst Gottesdienste in seiner Altenburger Heimatpfarrei mit eben jener Art von Musik, die auch das Ehepaar Eidner im Herzen und auf den Lippen trägt. Für ihn ist diese Zusammenarbeit daher wie eine Rückkehr zu den musikalischen Wurzeln.
Das trifft in gewissem Sinn auch für die Eidners zu. Obwohl sie in der Region vor allem mit ihren Singspielen für groß und klein bekannt sind, mit denen sie auch weiterhin durch Deutschland, Österreich und die Schweiz touren, entwickeln sie Ende der neunziger Jahre zunächst ein musikalisches Gottesdienstprogramm für Erwachsene. Aus diesem entsteht im Jahr 2000 auch die erste CD der beiden Chemnitzer: „Spürst du noch den Wind“. Dann folgen ab 2003 sieben Singspiele mit den Holzwürmern Bohra und Bohris. Auch eine CD mit den beliebtesten Weihnachtsliedern für Familien bringen sie heraus. „Doch immer war im Hinterkopf der Wunsch da, die Wurzeln wieder zu aktivieren“, betont Amadeus Eidner. „Ich habe seit 2004 immer wieder Songs und Texte für Erwachsene geschrieben, die in der Schublade auf ihren Moment gewartet haben. Jetzt freuen wir uns sehr, mit Manuel einen jungen, kreativen Partner gefunden zu haben, um das Projekt anzugehen.“

Auch privat verstehen sich die Eidners und Manuel Schmid gut.

Für Schmid ist es sehr wichtig, dass es auch zwischenmenschlich passt. Denn daraus „entsteht neue musikalische Kreativität“, erklärt der Altenburger. Das gegenseitige Vertrauen erleichtere den Schaffensprozess, man könne sich einfach so die musikalischen Bälle zuwerfen. Meist entwirft Amadeus Eidner das Grundgerüst für neue Stücke und bei gemeinsamen Proben werden die Lieder dann final ausgearbeitet.
Gesanglich treten alle drei bei ihren Konzerten sowohl solistisch als auch gemeinsam auf. Die Begleitung überlässt Gabi Eidner aber den Männern, während sie selbst zwischen den Stücken durch das Programm führt und mit den Zuhörern interagiert. Dabei kommt der schlagfertigen Chemnitzerin ihre Vergangenheit als Marktfrau zugute. Damals hat sie gelernt, spontan auf die Stimmungen der Leute einzugehen. „Solange man authentisch Zeugnis gibt, sind die Leute bereit zuzuhören“, erklärt sie das wichtigste Element für die Auftritte.

Ökumene an der Basis funktioniert
Seit Januar 2020 touren die drei durch die verschiedenen Kirchen – egal, welcher Konfession. Ihre eigene christliche Sozialisierung – die Eidners sind evangelisch, Manuel Schmid katholisch – war dabei nie ein Hindernis. „Überall freuen sich die Gemeinden, wenn wir kommen. Ablehnung oder Vorbehalte wegen unserer eigenen Konfession haben wir noch nie erlebt“, erzählt Gabi Eidner. „Die Ökumene an der Basis funktioniert einfach. Gottes Wort steht bei uns und den Leuten vor Ort in der Mitte und das ist das Wichtigste.“ Wobei es bei den Zuhörern auch gut ankommt, „wenn es sich nicht immer nur um das Geistliche dreht, sondern auch gesellschaftlich relevante Themen angesprochen werden“, ergänzt Schmid.
Da es in beiden Bereichen, dem christlichen und gesellschaftskritischen, noch viel zu sagen und zu singen gibt, plant das Trio weitere Auftritte und Projekte. „Ich habe auch schon neue Lieder im Block“, versichert Amadeus Eidner. „Manuel ist für uns ein Gottesgeschenk und wir haben uns nicht ohne Grund getroffen. Das war Fügung. Die Zusammenarbeit ist so wertvoll, dass unser Fokus darauf liegt“, bekräftigt er den Willen, weiterzumachen.
Manuel Schmid hat noch einen ganz besonderen Grund, die gemeinsame Arbeit fortzusetzen: Er möchte mit der Musik dazu beitragen, dass die Ökumene gestärkt wird und freut sich, wenn die Kirchen noch näher zusammenrücken.

Die aktuelle CD „Es ist dieselbe Sonne“ und alle anderen CDs der Eheleute Eidner können Sie auf www.amadeus-music.de bestellen. Dort können Sie auch Konzerttermine nachlesen oder vereinbaren.

Von Vinzent Antal