03.09.2021

Grundsteinlegung für Caritas-Kindergarten in Lübben

Caritas hat Grund zum Bauen

Die Pfarrgemeinde Lübben ermöglicht auf Kirchengrund den Bau des neuen Caritas-Kindergartens. Die Grundsteinlegung wurde feierlich begangen. In der eingemauerten Schatulle ist auch eine Ausgabe des TAG DES HERRN.

Caritasdirektor Bernd Mones versenkt eine Schatulle mit Zeitdokumenten im Grundstein.    Fotos: Raphael Schmidt

 

„Der Bischof wollte einen Heiligen, also haben wir einen Heiligen gesucht“, sagte Udo Jäkel, Pfarrer der Pfarrei Sankt Trinitas in Lübben, Dekan und gleichzeitig Erster Vorsitzender des Diözesancaritasverbandes, bei der Grundsteinlegung für den Caritas-Kindergarten auf dem Pfarrgrundstück am 26. August. Fast 3000 Quadratmeter hat die Pfarrei für den zweigeschossigen Bau mit Garten abgegeben.
Der Name steht fest – und er steht auf der Schatulle, die in den Grundstein eingesetzt wird: „Caritas – Kindergarten – Paulinus“ Paulinus kam der Legende nach als Gefährte des Apostels Petrus von Antiochia nach Italien. Während Petrus bekanntlich als Bischof von Rom dort Grundsteine des Glaubens legte, wurde Paulinus in Lucca in Norditalien Bischof und erlitt den Martyrertod. Seine Reliquien sind der Legende nach im ausgehenden Mittelalter nach Luckau gekommen und machten aus dieser Stadt einen beliebten Wallfahrtsort.
Der Neubau wird der erste katholische Kindergarten sein, den der Caritasverband der Diözese Görlitz in Kooperation mit der katholischen Kirchengemeinde St. Trinitas führt. Das moderne, barrierefreie Gebäude bietet Platz für 80 Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren. Die Einrichtung steht allen Kindern offen –  jedes Kind ist willkommen. Inklusionskinder haben durch die barrierefreie Gestaltung des Hauses die Möglichkeit, selbstbestimmt alle Räume und das Außengelände zu nutzen.
Nachdem die Schatulle mit Tages- und Kirchenzeitung, mit Münzen und Bauplänen, die das Architekturbüro „hampelkotzur“ und der Generalauftragnehmer zur Verfügung gestellt haben, durch Caritasdirektor Bernd Mones gefüllt und in den Grundstein gelegt war, segnete Bischof Wolfgang Ipolt das Bau-Vorhaben und die Menschen.

Christliche Überzeugung stärkt Fundamente
In seiner Ansprache sagte der Bischof: „Wir glauben, dass wir mit unserer christlichen Überzeugung einen Schatz haben, der helfen kann, die Fundamente dieser Gesellschaft und unsere Familien zu stärken und zu stützen. Mit den Kleinsten und Jüngsten sind immer deren Familien verbunden und Eltern, die sie begleiten. Ich denke auch an diejenigen, die hier einmal arbeiten werden. Auch sie schließen wir heute in unsere Fürbitte mit ein.“

 

Caritasdirektor Bernd Mones faltet eine Ausgabe des TAG DES HERRN zusammen und steckt sie, neben anderen Zeitdokumenten in die Schatulle, die im Grundstein versenkt werden wird.


Felicitas Baensch, die zweite Vorsitzende des Caritasverbandes, überreichte am Ende ihres Grußwortes der Referentin für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe des Caritasverbandes Bettina Schwarz eine Sonnenblume. Dabei sagte sie: „Eine Sonnenblume ist ein herrlicher Gruß Gottes auf der Welt: Sie strahlt und leuchtet, wie auch Kinderaugen strahlen und leuchten. Ich wünsche, dass auch dieses Kinderhaus so ein strahlender, leuchtender Funke Gottes für die Stadt Lübben wird.“
Für Pfarrer Jäkel war es die wohl letzte Ansprache in Lübben, bevor er nach Senftenberg umzieht. Er sagte: „Als Vorsitzender der Caritas freue ich mich, dass wir auch gerade für junge Menschen etwas Neues schaffen können, hier im Norden unseres Bistums. Und ich freue mich darauf, als Besucher zur Einweihung zu kommen“. Im Sommer 2022 soll der Caritas-Kindergarten eröffnet werden. Vielleicht bringt Pfarrer Jäkel eine Sonnenblume mit, als „herrlichen Gruß Gottes“ für die Kinder.

Von Raphael Schmidt