03.02.2022

Villa Lampe Heiligenstadt feierte Don-Bosco-Fest

Jeder spürt: Ich bin willkommen

Nach Absagen im vergangenen Jahr feierte die Villa Lampe in Heiligenstadt wieder das Don-Bosco-Fest. Das soziale Netzwerk für Kinder und Jugendliche besteht seit 30 Jahren.

„Erwartungen? Meine oder Deine?“ Paula Pieczuch hatte ihrem Impuls diesen Titel gegeben und las ihn während des Festgottesdienstes vor.    Foto: Christine Bose

 

Üblich ist es nicht unbedingt, dass zu Beginn eines Gottesdienstes begeistert applaudiert wird. So jedoch am letzten Januar-Sonntag während des Festgottesdienstes, der zu Ehren des italienischen Ordensgründers und Jugendseelsorgers Johannes Bosco in der Villa Lampe in Heiligenstadt gefeiert wurde. Der Beifall galt Paula Pieczuch aus Heiligenstadt, Lehramtsstudentin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, und ihrem des Nachdenkens werten Impuls mit dem Titel „Erwartungen? Meine oder Deine?“ Darin brachte sie sehr anschaulich zum Ausdruck, was viele junge Menschen empfinden. Da ist die Tatsache: „Alle haben Anforderungen an mich“, gefolgt von der Frage: „Soll ich sie erfüllen?“ So wie viele Menschen Erwartungen an sie haben, hat auch sie Erwartungen an andere. Vieles will sie schaffen im Leben, aber soll sie deshalb nur noch nach den Vorbildern anderer handeln, dafür die eigene Individualität aufgeben? Das Fazit der jungen Frau: „Jeder soll so sein wie er ist, denn jeder ist auf seine Weise perfekt.“  Die Villa Lampe ist ein soziales Netzwerk für junge Menschen. das von den Salesianern Don Boscos getragen wird.

Fest zum Jubiläum fiel 2021 aus
Am Gottesdienst nahmen unter anderem Pater Franz-Ulrich Otto, Direktor der Salesianer Don Boscos und Geschäftsführer der Villa Lampe, Diözesanjugendseelsorger Philipp Förter und der Schulseelsorger der Bergschule St. Elisabeth, Pfarrer Markus Könen teil. War schon im Sommer 2021 das Fest zum 30. Geburtstag der Einrichtung nicht möglich, fand das alljährlich Ende Januar im Kalender stehende Don-Bosco-Fest aus Anlass seines Todestages am 31. Januar diesmal coronabedingt nur mit erheblichen Einschränkungen statt. Das bedeutete: Der Band-Abend am Freitag wurde per Livestream gesendet, die Sportturniere am Sonnabend mussten ausfallen. Zum Festgottesdienst am Sonntag, musikalisch umrahmt von der „Villa-Combo“, geleitet von Thomas Holzborn, konnte unter Beachtung der Hygieneregeln nur eine begrenzte Anzahl Teilnehmer kommen. Für alle anderen gab es ebenfalls eine Live-Übertragung.Der sich eigentlich traditionell anschließende „Tag der offenen Tür“ – darauf hofft Villa-Leiter Maik Herwig mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – ist nun für den 3. Juli vorgesehen.
Rückschauend auf drei Jahrzehnte dankte Pater Otto allen von Herzen, die bisher zum „großen Gemeinschaftsprojekt Villa Lampe“ für Kinder und Jugendliche beigetragen haben, auch im Hintergrund, im Haus, in allen Standorten des Landkreises. Gelingen konnte die gute Zusammenarbeit dank des Interesses von Seiten der Stadtverwaltung. Er begrüßte Altbürgermeister Bernd Beck, während dessen Amtszeit die Vila Lampe eröffnet wurde, Bürgermeister Thomas Spielmann und die erste Beigeordnete Ute Althaus. Er könne gar nicht alle aufzählen, schloss Pater Otto. Grüße von Bischof Ulrich Neymeyr überbrachte Diözesanjugendseelsorger Philipp Förter. Von den Kindern und Jugendlichen sprach er in seiner Predigt, die alle an diesem Ort erleben können: „Jeder steht im Mittelpunkt, jeder spürt: Ich bin willkommen.“ Niemand werde in Strukturen gepackt. „Sich mit der pädagogischen Arbeit für die jungen Menschen einzusetzen – das ist ein Auftrag für jeden von uns“, unterstrich er und fügte hinzu, Mut wolle er machen, das auch weiter zu tun, die frohe Botschaft zu verkünden.

(cbo)