24.05.2017

Anstoss 21/2017

Viele vertrauen darauf: Maria hat geholfen!

Der zu Ende gehende Monat Mai ist auch ein Marienmonat. Wir singen Marienlieder, halten Maiandachten und Hausandachten, viele Menschen pilgern zu Marienwallfahrtsorten.


Viele vertrauen und hoffen auf Maria, dass sie hilft und manche Votivtafeln bezeugen es: Maria hat geholfen!
So auch eine ältere Frau, die ich begleitete, die schwer an einer Krebskrankheit litt, die sterbenskrank war.  „Ich fahre nach Lourdes“, sagte sie mir. „Maria wird helfen und mich heilen.“ Ich schenkte ihr vor der Fahrt den Reisesegen. Zehn Tage später trafen wir uns wieder und sie strahlte mich an und sagte: „Ich bin geheilt!“ Ich war erstaunt, doch sie entgegnete sofort: „Nicht, was sie denken, Pater Josef, ich bin weiterhin sterbenskrank. Aber ich habe vor der Grotte, vor der Muttergottes in Lourdes, viel gebetet, geweint, gehofft, Kerzen entzündet und es hat sich was in mir verändert, ich kann jetzt JA! sagen zu meiner Krankheit und zu meinem Sterben. Die Stunden im Gebet zur Gottesmutter haben mir geholfen, die Krankheit und mein Sterben anzunehmen. Deshalb fühle ich mich geheilt. Maria hat geholfen!“
Ich war beindruckt und bin es heute noch, wenn ich daran denke, es war ein Glaubenszeugnis und ein Zeugnis von der Kraft des Gebetes. Die Frau ist kurze Zeit später gestorben. Ruhig und friedlich hat sie ihr Leben Gott übergeben.
Das ist eine der vielen Erfahrungen, die Menschen immer wieder machen, dass Maria hilft. Oft hilft sie, ist Trösterin der Kranken, ist unsere Schwester im Glauben, ist unsere Fürsprecherin und Wegbegleiterin, nicht nur im Monat Mai. Maria hilft und hat schon vielen geholfen, aber oft anders, als wir es erwarten.

Pater Josef kleine Bornhorst, Dominikanerkloster Leipzig-Wahren