05.03.2015

Berlin als Schweizer Stadtgespräch

Neue Züricher Zeitung druckt Artikel über die St.-Hedwigs-Kathedrale

Berlin/Zürich (aw). Bis in die Schweiz ist die aktuelle Diskussion im Berliner Erzbistum vorgedrungen. So berichtete die Neue Züricher Zeitung in ihrer Ausgabe vom 25. Februar unter „Eine Kathedrale des 21. Jahrhunderts“ über den Umbau von St. Hedwig in Berlin-Mitte.

So soll das Innere der St.-HedwigsKathedrale nach dem Umbau aussehen. Foto: kna

Die Unterkirche, zu der eine Bodenöffnung führt, werde „von einigen Gemeindemitgliedern in Berlin etwas despektierlich auch als ‚katholische Tiefgarage‘ ironisiert“, schreibt der Berliner Architekturkritiker und Publizist Jürgen Tietz, in seinem Artikel.
Die Schließung der Bodenöffnung sei „eine Entscheidung, die heftigen Protest bei der Berliner Denkmalpflege hervorrief, deren Votum im Preisgericht deutlich unterlegen war“. Dass so nun der „Altar unter dem Oberlicht in der Mitte des Raumes“ stehen könne, bezeichnete er als „radikalste, aber letzten Endes einzig gangbare Lösung“.
Zuvor geht der Verfasser des Artikels noch ausführlich auf die Geschichte der Kathedrale ein: von dem Bauherrn Friedrich II., über Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff und Jean Laurent Legeay, die den Entwurf für den Zentralbau mit vorgesetztem Portikus lieferten, über die Zerstörung der Kathedrale im Zweiten Weltkrieg, ihren Wiederaufbau und Hans Schwippert, der 1955 den Auftrag zum Innenausbau des Sakralraums erhielt.
Den Artikel hat der Münsteraner Architekt Manfred Sundermann kommentiert: „Gut zu wissen, dass die Berliner Denkmalbehörde diese herausragende, westdeutsche Wiederaufbau-Leistung der DDR 2015 vor der beabsichtigten Zerstörung bewahren will, dem eitlen Gerede von einer Kathedrale des 21. Jahrhunderts nicht auf den Leim geht.“
Auch auf der Internetseite www.tag-des-herrn.de können Leser ihre Meinung zur Hedwigskathedrale äußern. Lesern ohne Internet bietet die Redaktion an, deren Briefe und Faxe auf Wunsch im Internet zu veröffentlichen.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.