15.04.2014

Mit Teilnahme am Elbdeich-Marathon Geld gesammelt

Laufen für Flüchtlinge

Seinen zehnten Marathon-Lauf hat Bernd Seifert als Sponsorenlauf der Flüchlingshilfe Sachsen-Anhalt gewidmet. Erfolgreich absolvierte der Beauftragte für die Gemeindereferenten im Bistum Magdeburg am Palmsonntag die 42- Kilometer-Distanz. 823 Euro gingen von Spendern für den guten Zweck ein.
 

Bernd Seifert nach Zieleinlauf   Foto: Eckhard Pohl


Tangermünde. „Es hat gut geklappt“, sagt Bernd Seifert kurz nach Ankunft im Ziel am Tangermünder Hafen. „Die Temperatur war o.k. Es war trocken. Nur der Wind war recht stark. Das hat Kraft gekostet“, so der 47-Jährige vor der sehenswerten Kulisse der alten Hansestadt. Trotz des Windes hat Seifert beim Tangermünder Elbdeich-Marathon am 13. April mit drei Stunden und gut 31 Minuten für die 42,195 Kilometer-Distanz eine neue persönliche Bestzeit aufgestellt. Und er kam als Neuzehnter von insgesamt 136 Läufern ins Ziel!
Für seine zehnte Teilnahme an einem Marathon-Wettbewerb in elf Jahren hatte er sich das auch vorgenommen: Nochmal ein bisschen besser zu sein, als bei den Läufen in den zurückliegenden Jahren. Und er hatte den Jubiläumsstart, wie bei seinem ersten Marathon 2004 einer guten Sache gewidmet, in dem er daraus einen Sponsorenlauf zugunsten der Flüchtlingshilfe Sachsen-Anhalt machte. „Meine Frau und ich haben viele ausländische Freunde. Da bekommen wir gut mit, was es heißt, in einem Land fremd zu sein, und das, obwohl unsere Freunde hier Arbeit, Wohnung und alles sonst Lebensnotwendige haben. Wieviel schwerer muss es dann sein, hier als Flüchtling zu leben.“ Außerdem, so Seifert weiter, habe sein Vater infolge des Krieges als Flüchtling Bessarabien verlassen müssen, und zu Hause sei davon immer wieder erzählt worden, was das bedeutete. Und noch etwas muss Seifert hinzufügen: „In meinem Wohnort Merseburg gab es unlängst Ausschreitungen gegen Flüchtlinge. Das war für mich ein weiterer Grund, den Lauf der Flüchtlingshilfe zu widmen.“
Seifert lud deshalb im Vorfeld des Marathons dazu ein, jeden von ihm gelaufenen Kilometer mit 50 Cent zu sponsern und damit 21 Euro für den Lauf zugunsten der zur Jahreswende vom Bistum ins Leben gerufenen Flüchtlingshilfe Sachsen-Anhalt zu spenden. (Tag des Herrn berichtete). Bis 14. April waren823 Euro für die Flüchtlingshilfe Sachsen-Anhalt eingegangen. Zweck der Flüchtlingshilfe ist es, Menschen, die aus lebensbedrohlichen Krisengebieten nach Sachsen-Anhalt kommen, in prekären Lebenssituationen und unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus zu unterstützen. Erste Anträge wurden bereits bewilligt.
Dass Seifert vor elf Jahren begann, große Strecken zu laufen,  hatte zunächst mit einem „Schock“ zu tun, wie er sich erinnert. „Unser mittlerer Sohn war Kanut und sollte etwas für seine Kondition tun. Damit der damals Elfjährige nicht allein laufen musste, wollte ich ihn begleiten. Und musste feststellen, dass mir sehr schnell die Puste ausging …“ Seifert ließ es nicht dabei bewenden, sondern versuchte, etwas für seine Fitness zu tun. Und beteiligte sich dann bald an einem kleineren Lauf am Halleschen Hufeisensee, wo er Marathon-Läufer kennenlernte … Inzwischen hat er nach eigenem Bekunden schon mehrere Freunde zum Langlauf animiert.
Zum Elbdeich-Marathon 2014 hatte Bernd Seifert als persönliche Fans übrigens neben seiner Frau Freunde aus Burg und Tangermünde mitgebracht.
Von Eckhard Pohl


Mehr Infos: www.palimpalem.com/4/Sponsorenlauf/
www.elbdeichmarathon.de