27.12.2011

Menschen aus der Region geben Auskunft

Gute Nachricht 2011?

2011 war ein ereignisreiches Jahr. Aber war es auch ein gutes Jahr? Der Tag des Herrn hat nachgefragt bei Menschen in der Region und viele gute Nachrichten bekommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für Anne Rademacher vom Seelsorgeamt des Bistums Erfurt verbindet sich die gute Nachricht 2011 mit einem Erlebnis am Rande des Papstbesuchs in ihrem Bistum: „Nach dem Papstgottesdienst erklang die Gloriosa. Über Funk hörte ich die Töne der mittelalterlichen Glocke und die Gewissheit, dass Kirche durch die Zeit getragen wird.“ Mit dem Papstbesuch hat auch die gute Nachricht von Joachim Garstecki (langjähriger Pax-Christi-Generalsekretär) aus Magdeburg zu tun: „,Warum waren Sie hier?‘ Die Frau lächelt in die Kamera: ,Weil ich will, dass sich etwas ändert.‘ Fazit des Papstbesuchs in Etzelsbach. Das Wichtige kommt immer danach.“
An ein anderes kirchliches  Großereignis in der Region erinnert der Dresdner Pastoralabteilungsleiter Benno Schäffel: „Die Seligsprechung Alojs Andritzkis  war ein Fest, bei dem sorbische und deutschsprachige Christen unseres Bistums sich gegenseitig entdeckt und eine herzliche Verbundenheit erlebt haben.“ Der Jugendseelsorger des Bistums Görlitz Roland Elsner hat gleich zwei gute Nachrichten: Die Verleihung des „Ökumenischen Förderpreises Eine Welt“ an den Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum für den Aufbau von Jugendpartnerschaften im Grenzgebiet Deutschland–Polen und die Teilnahme am Weltjugendtag in Madrid: „Vom 9. bis 23. August fuhren 150 deutsche und sorbische Jugendliche aus dem Bistum Görlitz gemeinsam mit polnischen Jugendlichen aus dem Nachbarbistum Liegnitz (Legnica) nach Madrid und trafen dort auf andere Jugendliche aus der ganzen Welt.“
Für den Rektor des Bischof-Benno-Hauses Schmochtitz, Dr. Peter-Paul Straube, ist der Start des Dialogprozesses für die katholische Kirche in Deutschland die gute Nachricht 2011: „Ich freue mich sehr, dass in Mannheim dieser Prozess begonnen hat – dabei geht es auch um die Kirche als Kirche in der Welt von heute im Sinne des II. Vaticanums.“ Gemeindereferentin Gabriele Kretschmer blickt zurück auf den Pilgerzug der Kinder von Schmochtitz nach Görlitz im Sommer: „Ein Pfingst-ereignis, bei dem sich 200 fremde Menschen auf Anhieb verstanden für einen Weg durch die Zeit von sieben Tagen – Gott sei Dank!“
Eine eher unscheinbare Veranstaltung in seiner Pfarrgemeinde ist für Joachim Kramer, Pfarrer in Suhl, die gute Nachricht 2011: „Der Nachmittag mit den Menschen vom Ehrenamt in unserer  Pfarrei. Alle Jahre wieder im Januar: ein Dankeschön an alle, die sich im Laufe des Jahres dafür einbringen, katholisches Christsein in unserer Pfarrei zu gestalten.“ Auch die Erfurter Gemeindereferentin Cordula Hörbe hat die Tag des Herrn-Anfrage mit einem Erlebnis aus der Arbeit in ihrer Pfarrei beantwortet: „Ja, da mache ich mit – so hört sich für mich die gute Nachricht an. Ich hatte eine junge Frau aus der Kirchengemeinde gefragt, ob sie sich bei der Gestaltung der Kindergottesdienste einbringt und nun ist sie mit Freude dabei.“
Guido Erbrich vom Roncalli-Haus in Magdeburg hat seine gute Nachricht im US-Magazin „Time“ gefunden: „Alle Jahre wieder seit 1927 kürt das Magazin die ,Person des Jahres‘. In diesem Jahr fiel diese Wahl auf eine anonyme Person: ,Der Demonstrant‘ wurde zum bedeutendsten Menschen gekürt. Eine Ehrung für Mut, Zivilcourage, besonders für die diejenigen, die in den arabischen Ländern, China und an der Wallstreet Rechte für alle einfordern.“
Thomas Lazar, Leiter der Pressestelle des Bistums Magdeburg, verbindet seine gute Nachricht mit dem Weihnachtsfest: „Es wird Weihnachten, auch in diesem Jahr wieder. Ich freue mich auf gemeinsame, freie Tag mit meiner Familie. Auf schöne Gottesdienste in meiner Kirche und auf gutes Essen. Hoffentlich bleiben wir alle gesund.“ Und was antwortet Daniel Heinze, Kirchenredakteur bei Radio PSR in Leipzig, auf die Tag des Herrn-Anfrage? „Meine gute Nachricht 2011? Ein erlösender Anruf aus dem Krankenhaus: ,Operation gut überstanden‘. Habe lange nicht mehr so intensiv gedacht: ,Gott sei Dank!‘“