19.07.2018

Kathedralforum der Berliner St. Hedwigs-Kathedrale

Infopunkt für den Umbau

Während das Metropolitankapitel nach St. Joseph umzieht, bleibt das Kathedralforum St. Hedwig zunächst noch im Bernhard-Lichtenberg-Haus. Leiterin Bettina Birkner hat schon einige Pläne für dessen Zukunft.


„Wenn erstmal der Kran aufgebaut ist, wird sich einiges ändern.“ Bettina Birkner sieht gespannt auf die Zeit ab September: Wenn dann die St. Hedwigs-Kathedrale für den bevorstehenden Umbau geschlossen wird, bleibt das Kathedralforum St. Hedwig als Ort der Citypastoral zunächst erhalten. Denn das Bernhard-Lichtenberg-Haus bleibt noch bis September 2019 geöffnet.

Buchladen und Kaffee bleiben als Angebot
Fortgeführt wird dabei auf jeden Fall das Präsenzangebot im Foyer, wo Buchladen, Gespräch und ein Kaffee die Passanten hereinlocken. Das Kathedralforum wird dann zum Infopunkt für den aktuellen Stand der Umbauarbeiten. Die Trauerbegleitung wird ebenfalls vorerst weiter stattfinden; für die Andachten wird in die Französische Friedrichstadtkirche ausgewichen. Weiter anbieten will Bettina Birkner auch die Meditationen und die Exerzitien im Alltag. „Die Kathedral­führungen und die MittagsMusikMediation stellen wir aber mit Schließung der Kathedrale ein“, macht sie die Veränderung deutlich.
Den bevorstehenden Umbruch sieht die Gemeindereferentin aber auch als Chance: „Wir wollen die Zeit nutzen, um alle bestehenden Angebote zu überdenken.“ Einen Schritt zu dieser Denkphase hat sie bereits getan: Die wechselnden Ausstellungen sind vorerst eingestellt. Wieder aufgehängt wurden als Dauerausstellung die Tafeln zu „Vielfalt und Kontraste“, die das Erzbistum und seine Kirchen vorstellen und bereits zum Evangelischen Kirchentag im vergangenen Jahr präsentiert wurden.

Metropolitankapitel übernimmt Trägerschaft
Eine organisatorische Änderung gibt es zum 1. September noch: Dann geht die Trägerschaft für das Kathedralforum von der Domgemeinde auf das Metropolitankapitel über. In der Stadt Berlin sieht Birkner die Kathedrale mit allen Bereichen, die dazugehören, als wesentlichen Akteur und betont: „Und wir sind uns auch alle bewusst: Wir sind im Pastoralen Raum Mitte angesiedelt.“ Das werde positiv gesehen und angegangen, und es konkretisiere sich in den Angeboten der Verkündigung.

Dompropst Tobias Przytarski übergibt die wertvollen Figuren der Neapolitanischen Krippe an Restaurator Sebastian Westermeier. | Foto: Walter Wetzler

 

Zur Sache: Die Neapolitanische Krippe
Immer wieder bietet das Kathedralforum auch Krippenausstellungen an. Die damalige Kunstbeauftragte Christine Goetz war es, die Bettina Birkner auf die Neapolitanische Krippe aufmerksam machte, die zum Schatz der Kathedrale gehört. Über Jahre setzte sich Birkner gemeinsam mit Krippenliebhaber Hans Schade und Konstantin Manthey von der Katholischen Akademie für deren Aufarbeitung ein. Jetzt wurden die 38 Figuren nach Bayern gebracht, um von Restaurator Sebastian Westermeier Zug um Zug aufgearbeitet zu werden. Die Heilige Familie soll schon zum Advent wieder in Berlin sein.
 
Von Cornelia Klaebe