Anstoss
  • Anstoß 32/20
    Ein handgeschriebener Zettel lag im Briefkasten. „Ihre Zeitschrift wurde heute nicht mitgeliefert. Wird noch zugestellt. Ihr Zusteller“.
  • Anstoß 31/20
    Ich warte. Ich warte. Ich warte. Ich warte. Ich warte. Ich warte. Sechsmal je Zeile, 21 Zeilen, drei Viertel der Buchseite. Nichts anderes als: Ich warte. Der so schreibt, ist der Ich-Erzähler im Buch „Leben“ von David Wagner.
  • Anstoß 30/20
    „Allem Anfang liegt ein Zauber inne!“ ist ein  Zitat des Dichters Hermann Hesse. Zu Beginn einer neuen Aufgabe, eines neuen Amtes, eines Neustarts des Berufes oder bei einem Ortswechsel, da wird es gerne zitiert.
  • Anstoß 29/20
    Ich erinnere mich noch gut an die Religiösen Kinderwochen (RKW), die ich als Schülerin besuchte. Für eine Woche der Sommerferien ging es jeden Morgen mit vielen anderen Kindern in den Pfarrsaal unserer Gemeinde (St. Antonius Babelsberg).
  • Anstoß 28/20
    Die Corona-Krise fördert zu Tage, für wie wenig systemrelevant beide großen Kirchen in Deutschland empfunden werden. 2019 wurden 500 000 Kirchenaustritte verzeichnet – so viele wie noch nie!
  • Anstoß 27/20
    Normalerweise brauche ich mit dem Fahrrad 13 Minuten bis zur Arbeit. Ich gehöre zur wachsenden Zahl von Menschen, die glauben, dass man in der Großstadt kein eigenes Auto braucht.
  • Anstoß 26/20
    Neulich war ich in Chemnitz. Dort bekam ich drei Flaschen „Marx-Bier“ geschenkt. Da wusste ich, die Chemnitzer haben Humor. Wieder zu Hause angekommen, lag ein frisches Buch im Briefkasten. „Freiheit“ von Marx, aber nicht von Karl, sondern von Reinhard Marx, Kardinal und Erzbischof in München.
  • Anstoß 25/20
    Die Spatzen pfeifen es von den Dächern! Wenn dieser Spruch kommt, hat ein Gerücht (eine Nachricht?) längst die Runde gemacht. Nahezu jeder hat es gehört, höchstens ein paar Träumer haben verpasst, was überall erzählt wird.
  • Anstoß 24/20
    Wir wissen, ein kleines Kind braucht nicht nur Muttermilch, um zu leben, es braucht auch Liebe und menschlichen Kontakt. Es tut gut, Nähe und Begegnung zu erfahren, nicht nur als Kind.
  • Anstoß 23/20
    Mein Sohn, inzwischen 15 Jahre alt, ist sehr sangesfreudig. Sein Repertoire reicht von „Verdammt, ich lieb dich“ bis hin zu „Segne, du Maria“. Und wenn ihm danach ist, schmettert er lauthals los.

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