08.04.2022

Leipziger Stadtsynode tagte

Auf der Zielgeraden

Die Leipziger Stadtsynode steht kurz vor ihrem Abschluss. Bei der fünften Vollversammlung wurden die letzten Feinheiten der Synodentexte besprochen und das weitere Vorgehen geplant.

Bei einem Rundgang durch die Propstei konnten die Delegierten die abschließenden Textentwürfe der einzelnen Arbeitsgruppen lesen. Foto: Vinzent Antal


„Die Erklärung unserer Arbeitsgruppe wurde vom heiligen Geist mitgeschrieben. Jedes Mitglied hatte eigene Vorstellungen und dann ist dennoch dieser Text entstanden. Das wäre ohne Gottes Geist nicht möglich gewesen“, mit diesen überzeugten Worten wandte sich ein Mitglied einer Arbeitsgruppe (AG) der Leipziger Stadtsynode bei der letzten Vollversammlung an die Delegierten. Er verlieh damit einer Hoffnung und Überzeugung Ausdruck, die alle Synodenteilnehmer antreibt: Den Willen Gottes für die Kirche in Leipzig und dem Umland erkennen und in konkreten Projekten umsetzen.
Eigentlich sollte die Stadtsynode bereits 2021 nach vier Vollversammlungen enden, doch eine Mehrheit der Delegierten stimmte für eine Verlängerung. Also trafen sie sich am 26. März in der Leipziger Propstei St. Trinitatis. Ein wenig überraschend war, dass sich eine Mehrheit der Anwesenden bei einer anfänglichen Stimmungsabfrage skeptisch in Bezug auf die Umsetzung möglicher Beschlüsse zeigten. Nach dieser ersten Ernüchterung erklärten Mitglieder der AG Bedarfe jüngerer Generationen, weshalb sich diese Gruppe seit der letzten Vollversammlung Ende November 2021 aufgelöst habe. Sie sahen ihre Themen auch in anderen AGs aufgegriffen, so dass sie sich entschlossen, in anderen Gruppen aktiv zu werden und die eigene AG ruhen zu lassen.
Das Treffen war dann vom Laufen und Lesen geprägt. Auf Tischen lagen die Entwürfe der Beschlussfassungen der einzelnen AG-Texte aus. Die Delegierten hatten Gelegenheit, diese zu lesen, Anmerkungen zu machen, Korrekturvorschläge zu unterbreiten oder mit einem Vertreter der AG, der neben dem Tisch stand, ins Gespräch zu kommen.  Anschließend wurde im Plenum diskutiert, ob die Synodentexte nun noch einheitlich formuliert werden sollten. Es wurde daraufhin entschieden, dass die Texte in ihrer Unterschiedlichkeit nebeneinander stehen bleiben sollten, um die Vielfalt der Kirche und Themen zu repräsentieren. Nun haben die AGs bis 21. April Zeit, dem Präsidium ihre finale Textfassung zu schicken. Am 23. April bekommen die Delegierten alle Synodentexte samt erklärendem Vorwort. Am 29. und 30. April folgt die letzte Vollversammlung, bei der über die Texte abgestimmt wird.

Am 27. April beginnt um 20 Uhr im Lindenauer Kirchencafé (Karl-Heine-Straße 110, Leipzig) ein Treffen für alle, die sich für Öffentlichkeitsarbeit interessieren und sich darüber austauschen möchten, wie die Beschlüsse der Synode bekannt gemacht werden können.

Von Vinzent Antal