12.11.2021

Teilnehmer eines deutsch-tschechisch-polnischen Dialogtreffens bestürzt über die Situation an der polnisch-belarussischen Grenze

Bistum Görlitz unterstützt Flüchtlingshilfe der polnischen Katholiken

Das Bistum Görlitz will die polnischen Katholiken bei ihrer Hilfe für die Flüchtlinge an der polnisch-belarussischen Grenze unterstützen. Bischof Wolfgang Ipolt sagte bei einem Dialogforum polnischer, tschechischer und deutscher Christen, dessen Gastgeber er war, entsprechende Unterstützung zu.

Dialogtreffen deutscher, polnischer und tschechischer Christen in Görlitz. Foto: Matthias Holluba

Bischof Ipolt: „Das Bistum Görlitz wird sich mit einer Spende an der polenweit geplanten Kollekte für die Flüchtlingshilfe beteiligen.“ Die Teilnehmer des Dialogforums hatten zuvor ihre Bestürzung über die Situation an der polnisch-belarussischen Grenze zum Ausdruck gebracht. „Die Nachrichten machen mich sehr betroffen. Ich hoffe und erwarte eine schnelle humanitäre Lösung“, sagte der Erfurter Weihbischof Reinhard Hauke, der als Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Vertriebenen- und Aussiedlerseelsorge an dem Treffen teilnahm. Diesem Anliegen schlossen sich Anwesenden aus den drei Ländern an. "Als Christen müssen wir auf der Seite der Schwachen stehen und gemeinsam für sie die Stimme erheben", bekräftige Professor Rainer Bendel, der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Verbände Mittel- und Osteuropas (AKVMOE).

Über die geplante Kollekte am 21. November sowie einen Hirtenbrief der polnischen Bischofskonferenz informierte bei dem Treffen der Bischof von Legnica (Liegnitz), Andrzej Siemieniewski. „Unsere Haltung ist eindeutig: Wir müssen helfen!“ Die Bischofskonferenz habe inzwischen auch einen Beauftragten ernannt, der die Hilfe koordinieren soll.

Frauen und Männer aus Deutschland, Polen und Tschechien berieten in Görlitz über das Engagement der Christen für Europa. Foto: Matthias Holluba

Am 9. und 10. November fand in Görlitz ein deutsch-polnisch-tschechischer Christendialog statt. Daran nahmen rund 30 Frauen und Männer teil, die sich in den drei Ländern für ein grenzüberschreitendes Miteinander einsetzen. Themen der Tagung waren der Umgang mit den Wunden der Vergangenheit, das Christsein in einer säkularen Welt sowie das Engagement der Christen für Europa. Eingeladen dazu hatte die Arbeitsgemeinschaft der katholischen Verbände Mittel- und Osteuropas (AKVMOE) in Kooperation mit Bischof Ipolt und Weihbischof Hauke.