02.11.2017

Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt

Start ins Wintersemester

Die Frage nach Gott, europäische Identität und die Bibel im Film – das sind Themen, denen sich die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt im gerade begonnenen Semester widmen wird.


Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt hat am 16. Oktober mit einer Eucharistiefeier und dem traditionellen gemeinsamen Frühstück das Wintersemester 2017/18 eröffnet. Bischof Ulrich Neymeyr wünschte den Studenten einen guten Start ins neue Studienjahr und, dass ihnen das Studium der Theologie auch für die persönliche Entfaltung wichtige Impulse geben möge. Die Fakultät bietet im Wintersemester wieder ein umfangreiches Studienprogramm an. Darin wird das Profil der Erfurter Fakultät, sich mit Kirche und Glauben in der säkularisierten Gesellschaft und insbesondere der Diaspora auseinanderzusetzen, sichtbar.

Gott – oder: Was war eigentlich die Frage?
So kombiniert die Dogmatikerin Julia Knop Tagung und Seminar zum Thema „Gott – oder: Was war eigentlich die Frage? Theologie nach dem Relevanzverlust ihres Gegenstands“. Die Frage nach Gott wird längst nicht mehr von allen in der Gesellschaft geteilt. Wie kann dann aber die Gottesfrage, die nur noch von einem Teil und vielleicht sogar einer Minderheit der Gesellschaft gestellt wird, heute thematisiert werden? Knop wird Studierende der Fakultät und Theologen aus dem deutschen Sprachgebiet dazu ins Gespräch bringen.
Ein Seminar, das die Sozialethikerin Elke Mack anbietet, passt ebenso zum Profil der Erfurter Fakultät: „Gibt es eine europäische Identität und was macht sie aus?“ Gerade angesichts mancher politischer Debatten nicht nur, aber auch in Ostdeutschland, an denen die Kirchen beteiligt sind, ist das ein höchst aktuelles Thema.
Das gilt ebenso für eine Veranstaltung des Alttestamentlers Norbert Clemens Baumgart über „Bibel und Film“. Wie tauchen heute biblische Texte und Gestalten im Film auf? Was wird dadurch in der Gesellschaft vermittelt? Wie verändern sich die biblischen Stoffe in der Bearbeitung für die Verfilmung? Und auch die regionale Kirchengeschichte kommt zu Wort. Der Kirchenhistoriker Jörg Seiler geht der Diskriminierung von Katholiken im DDR-Unrechtsstaat nach. Im Seminar sollen Diskriminierungssituationen, Behinderungen der Pastoral und repressive Maßnahmen zur Überwachung der Studentenseelsorge untersucht werden.

Berufschancen nach dem Theologiestudium
Zum Semesterprogramm gehören zudem verschiedene Gastvorträge, die Veranstaltungen des Laienmentorats (zuständig für die Theolgiestudenten, die nicht Priester werden wollen), Exkursionsangebote und vieles mehr.
Nicht mehr wegzudenken aus dem Leben der Fakultät ist das Projekt „Wissenstransfer“. Es informiert nicht nur über die Aktivitäten in der Fakultät, so durch den eigenen Facebook-Account, sondern organisiert auch Veranstaltungen, in denen die Studierenden die vielfältigen Möglichkeiten späterer Arbeitsfelder kennenlernen können. Der „Career Service“ zeigt die beruflichen  Chancen auf, die ein Theologiestudium eröffnet. Ein solches Angebot können bislang nur wenige Fakultäten in Deutschland anbieten. (tdh)