Ankunft im Massenquartier in Madrid

Befürchtungen übertroffen

Von "Tag des Herrn"-Redakteurin Dorothee Wanzek

Nach einem warmherzigen Abschied in Murcia brechen die drei Busse am Fest Maria Himmelfahrt – in Spanien ein staatlicher Feiertag – Richtung Madrid auf. Die Pilger stellen sich hier auf ein schlichtes Massenquartier ein. Das Vorgefunde übertrifft die Befürchtungen noch: Mit 600 Menschen sollen wir in einer Dreifachturnhalle in einem Gewerbegebiet am Stadtrand schlafen. Bei den derzeitigen Temperaturen lässt schon der Gedanke daran nach Luft schnappen. Es gibt nur Gruppenduschen und die Anweisung, auf keinen Fall draußen auf dem Kunstrasenfeld zu schlafen und jeden Morgen sämtliches Gepäck in die Herrenduschen zu verpacken, damit der übliche Sportbetrieb weiterlaufen kann. Die Verdauung dieser Nachrichten scheint bei den meisten noch im Gange. Wann es die nächste Mahlzeit geben wird, ob wir mit Abendbrot oder Frühstück versorgt werden, ist um 21.30 Uhr ebenfalls noch offen. Immerhin, es gibt ein Fast-Food-Restaurant in Sichtweite. Und die Pilgerrucksäcke, mit denen wir hier ausgestattet worden sind, sehen hübsch aus.